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Gläubigerausschuss

 

Vor der ersten Gläubigerversammlung kann das Insolvenzgericht einen Gläubigerausschuss einsetzen. Die Mitglieder unterstützen und überwachen den Insolvenzverwalter bei seiner Tätigkeit. Sie haben sich über den Gang der Geschäfte zu unterrichten, die Bücher und den geschäftlichen Schriftverkehrs einzusehen und den Geldverkehr und -bestand zu überprüfen. Das Insolvenzgericht kann ein Mitglied des Gläubigerausschusses jederzeit aus wichtigem Grund von dessen Amt entlassen (§ 70 InsO).

Der Gläubigerausschuss soll so besetzt sein, dass sowohl die absonderungsberechtigten Gläubiger, die Insolvenzgläubiger mit den höchsten Forderungen und die Kleingläubiger vertreten sind. Dem Ausschuss soll auch ein Vertreter der Arbeitnehmer angehören, sofern diesen als Insolvenzgläubiger nicht unerhebliche Forderungen zustehen (§ 67 II InsO). Verletzen die Mitglieder des Gläubigerausschusses die ihnen obliegenden Pflichten schuldhaft, so sind sie nach § 71 InsO den Gläubigern zum Schadenersatz verpflichtet. Die Verjährung beträgt nach § 62 InsO 3 Jahre, dies gilt auch für den Insolvenzverwalter. Die Mitglieder des Gläubigerausschusses haben einen Anspruch auf Vergütung ihrer Tätigkeit und auf Erstattung ihrer Auslagen (§ 73 I InsO).